Portrait

Autor : E.Bischof

Die Portraitfotografie heute - Neue Perspektiven.

Die Portraitfotografie ist heute interessenter denn je. Wir unter- scheiden jedoch klar zwischen Passbildherstellern + Portraitisten. Während die ersten allgemein klagen, das Geschäft sei rückläufig, jeder Drogerist, jedes Kaufhaus und die Automaten seien eine grosse Konkurenz, machen gute Portraitisten zur Zeit ein blühendes Geschäft. Das wird jedem sofort klar, wenn man die Bilder der beiden Gruppen betrachtet. Es gibt wirklich Fotografen, die knapp die Qualität der Automaten erreichen.

Es gibt hervorragende technische Möglichkeiten, farbige Portraits zu erschwinglichen Preisen herzustellen. Ein perfektes Programm, das reibungslos arbeitet, wenn wenige Voraussetzungen erfüllt sind. Mit diesem Programm kann der Fachmann durch individuelle Gestaltung ein hohes Niveau erreichen, ohne für breite Käuferschichten uninteressant zu werden.

Farb-Portraits haben in den Augen des Verbrauchers einen sehr viel höheren Wert als schwarz-weisse. Ein Vergleichstest hat ergeben, dass 76 % der befragten Personen das Farb-Portrait bevorzugen. Bieten Sie in Ihrem Studio das lebendige Farb-Portrait an.

Rentabilität - und wie man Sie steigern kann.

Sie wissen, die Kosten für die Laborarbeit im eigenen Haus steigen ständig. Das gilt auch für schwarz-weiss, ganz besonders aber für die arbeitsintensiven Color-Handvergrösserungen. Damit Ihr Gewinn gesichert ist bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten :

Preiserhöhung oder Rationalisierung.

Eine Preiserhöhung lässt sich erfahrungsgemäss sehr schwer durch setzen. Um die Steigerung Ihrer Kosten auszugleichen, müssten Sie wahrscheinlich jährlich Ihre Preise um ca.10 % anheben. Im Durchschnitt steigen die Preise aller Waren aber nur um jährlich 3 bis 6% Mit der Zeit würden also Ihre Portaits unverhältnissmässig teuer. Und es wären nur noch wenige Leute bereit, sich bei Ihnen fotografieren zu lassen.

Durch Rationalisierung können Sie die Steigerung Ihrer Kosten wesentlich sinnvoller ausgleichen. Rationalisierung aber bedeutet heute weitgehend Automation. Automation, wie sie von Color-Gross- Labors eingesetzt wird. Diese automatischen Einrichtungen erfordern sehr hohe Investitionen. Sie haben eine erstaunliche Leistungs fähigkeit und garantieren eine äusserst gleichmässige Qualität.

Rationalisierung heisst daher für Sie: Zusammenarbeit mit einem guten Color-Grosslabor, dass sich im Besonderen für Fachfotografen spezialisiert. Diese Konsequenz ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Portraitsprogrammes. Sie lassen in Ihrem Color - Grosslabor hochwertige Farb - Portraits anfertigen und können nach einer Übergangszeit (die aus Kostengründen möglichst kurz sein sollte) auch Ihr Schwarz-weiss - Labor auf ein Minimum verkleinern.

Neue Aufnahmetechniken, die das Portrait interessanter machen.

Kosmetik

Sie wissen ja, Retouchen stellen schon bei Schwarz-weiss wegen ihres zeitlichen Aufwandes einen erheblichen Kostenfaktor dar. Bei Farbaufnahmen würden Sie den Einsatz von Planfilmen und damit die Handausarbeitung der Vergrösserungen erforderlich machen, was die Kosten und damit den Verkaufspreis auf das mehrfache des Portrait - Print - Preises steigen liesse.

Viel einfacher und wesentlich effektvoller ist richtiges schminken vor der Aufnahme.

Jeder Kunde ist bereit, seine Schönheit zu unterstreichen, wenn er sich fotografieren lässt. Wenn nicht, sagen Sie Ihm:

Für Fotomodelle und Politiker vor der Fernsehkamera ist es schon immer üblich, sich zu pudern oder zu schminken. Mit dieser Erklärung lässt sich sogar ein konservativer Kunde dazu bewegen, die Glanzstellen auf Stirn und Nase ein wenig mildern zu lassen, damit er auf dem Portrait besser aussieht. Nach einiger Zeit wird das Ihrem Portraitkunden so geläufig sein wie die Tatsache, dass man beim Friseur den Hut absetzt.

Das Schminken vor der Aufnahme ist eine schnelle Sache, wenn Hilfsmittel im Studio oder möglichst in einem Vorraum - (damit gleichzeitig geschminkt und fotografiert werden kann) bereit hat:

Ein kleiner Tisch, Spiegel und gute Beleuchtung.

Stoff- oder Zellstofftupfer zur Einmalbenutzung.

Max Factor Creme Puff Powder Nr. 4 (Puder für helle Haut)

Max Factor Creme Puff Powder Nr.12 (Puder für mittlere Haut)

Max Factor Creme Puff Powder Nr. 5 (Puder für dunkle Haut)

Max Factor Creme Puff Powder Nr.11 (neutral, farblos)

Max Factor Erace-Stift "Fair" (Abdeckstift für Hautflecken)

Abschmink-Creme oder -Lotion (zum Entfernen des Puders bei empfindlicher Haut.)

Für das Abdecken von Hautflecken ist die Farbe "Fair" (hell) am besten geeignet. Dann wählen Sie den zum Hautton passenden Puder und tragen ihn gleichmässig mit einem Tupfer auf das Gesicht auf (nicht reiben) je nach Ebenheit des Gesichtes stärker oder schwächer und achten auf einen unauffälligen Übergang zu Hals und Haaransatz.

Das ist schon alles. Schminken dauert nicht länger als 2 - 3 Min. Benutzen Sie bitte keine Produkte mit optischen Aufhellern. Schminke und Puder, Haarlack mit optischen Aufhellern können die Farbe auf dem Foto stark verändern.

Die von uns angegebenen Produkte sind von uns getestet worden und haben sich als geeignet erwiesen.

Lidschatten, Lippenstift usw. bleiben selbstverständlich nur Sache des Kunden.

Geben Sie Ihrem Kunden die Möglichkeit, alle Puderreste nach der Aufnahme zu entfernen.

Halten Sie Abschminktücher und -Lotion dafür bereit.

Beleuchtung - Warum Studioblitzlicht ?

Für Farb-Portrait-Aufnahmen hat eine Studioblitzanlage einzigartige Vorteile:

Sie haben bei hoher Blitzleistung ein blendfreies Einstellicht mit geringer Wärmeentfaltung - der Gesichtsausdruck des Kunden bleibt entspannt.

Wenig Einstellicht bedeutet: grosse Pupille im Auge (ergibt freundliches Auge.)

viel Einstellicht bedeutet: kleine Pupille im Auge (ergibt stechenden Blick.)

Die richtige Leuchtzeit der Blitzröhre ist kurz genug, um Bewegungsunschärfe auszuschliessen und lange genug, um den Ultrakurz - zeiteffekt zu verhindern.

Unsere Abbrennzeit der Blitzröhre - ist im Gegensatz zu vielen Blitzgeräteherstellern - konstant bei der Leistungsregulierung von Minimal bis zur Maximalenergieeinstellung. Das bedeutet dass für die Praxis:

bei sehr schwierigen Farbtönungen wie zum Beispiel Eichenholz, Gold, Silber bei Sachaufnahmen, ebenso beim Portrait die richtige Hautwiedergabe absolut problemlos zu erreichen ist.

Die Farbtemparatur stimmt mit der des Tageslichtes überein. Die Tageslicht-Farbfilme sind alle für eine Idealbelichtungszeit von 1/125 bis 1/250 Sek.aufgebaut, und ergeben nur in diesem Bereich äusserst genaue Farbwiedergabe.

Die Farbtemparatur bleibt für Dias bei der Alterung der Röhre bis 20.000 Blitze konstant.

Eine einheitliche Beleuchtung bei allen Fotografen ermöglicht eine rationelle und hochwertige Arbeit auch im Color-Grosslabor.

Ultraviolettes Licht - wie kann man es verhindern ?

Blitzlicht strahlt normalerweise ultraviolettes Licht ab. Dieses

UV - Licht wird von den sogenannten "optischen Aufhellern", die sich in vielen Stoffen, Schminken, Haartönern usw. befinden, als blaues Licht reflektiert. Das Auge registriert es in vielen Fällen als weiss (daher Aufheller) der Farbfilm aber als blau. Auch im Haar oder auf glänzender Haut kann diese Erscheinung auftreten und einzelne Teile des Bildes bläulich färben, während andere neutral erscheinen.

Bei modernen Studioblitzanlagen ist daher die Blitzröhre mit einer Goldbedampfung versehen (schlecht, es gibt bis heute keine Bedampfungsart - die die Lebensdauer der Blitzröhre erreicht) oder die Pyrexhaube und der Reflektor mit einer Titan - Dioxid Beschichtung so beschaffen, dass kein störendes UV-Licht abgestrahlt wird. Sollten Sie bei Ihrem Blitzgerät UV-Strahlung feststellen, so können Sie es durch Vorsatz eines Kodak CP 2 B Filters vor die Blitzleuchte verhindern. Vor der Kameraoptik ist der Filter wirkungslos, weil das UV-Licht durch die optischen Aufheller zu blauem Licht wird. Und blaues Licht wird vom Filter durchgelassen.

Und der Beleuchtungskontrast ?

Farbaufnahmematerial ist auf eine bestimmte Gradation festgelegt, damit eine optimale Farbwiedergabe erreicht wird. Der Beleuchtungs - kontrast einer Aufnahme muss daher auf die Gradation des Films abgestimmt werden. Prinzipiell können Sie Ihre Beleuchtung einrichten wie bei Schwarz-weiss-Aufnahmen. Der Kontrast zwischen Lichtern und Schatten von 3:1 sollte aber nicht überschritten den, wenn volle Durchzeichnung erwünscht ist. Das entspricht einem Unterschiede von 1 1/2 Blendenstufen.

Verwenden von Requisiten - Hintergründe

Hintergrundkarton bildet eine grosse gleichmässige Fläche für die Aufnahme der ganzen Figur ohne Horizont - Linie. Und es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben.

Aber wählen Sie keine zu kräftigen Farben wie gelb, rot oder grün. Zu Hauttönen und Kleidung passen besser gebrochene Farben. Richten Sie sich nach dem Geschmack ihrer Kunden und nach den Modefarben.

Gemalte Hintergründe können Sie sehr leicht selbst herstellen : Auf der Wand Ihres Ateliers oder auf einer Holzplatte, die Sie auf einem fahrbaren Gestell befestigen und zweiseitig benutzen können.

Zur Bemalung nehmen Sie am besten Dispersions-Abtö,nfarben (ohne optische Aufheller), die Sie in jedem Farbladen erhalten. Wählen Sie gebrochene Farben, mischen Sie mit grau, damit der Hintergrund dezent bleibt. Tragen Sie die Farbe am besten mit einem grossen Pinsel auf, tupfend oder kreisend. Scharfe Konturen können Sie mit einem nassen Tuch mildern (wichtig für kleine Ateliers).

Noch schneller und einfacher können Sie eine Platte mit Dekorations farbe (matt) in Sprühdosen gestalten. Durch das Spritzen werden die Konturen unscharf. Neue Möglichkeiten der Hintergrundgestaltung bieten ausserdem Aluminiumfolien ( Vorsicht - erzeugt UV- ) Kunststofffolien und Wandverkleidungen. Aber auch die gute alte Bücherwand oder Holzvertäfelungen sind nach wie vor reizvoll.

Aufhell- und Abschirmwände erfüllen wichtige Aufgaben im Studio. Sie sollten möglichst fahrbar sein.

Eine Aufhellwand sollte mit normalem weissem Leinenstoff oder mit Styropor (reflektiert schwach und weich) - oder mit Aluminiumfolie - (reflektiert stark und hart) beschichtet sein. Sie sollte etwa 1,80 m.hoch sein, damit sie auch als Aufhellung für eine ganze Figur dienen kann. Abschirmwände sollten schwarz sein und werden eingesetzt, um das Gegenlicht vom Objektiv abzuschirmen und Licht gezielt am Objekt einsetzen zu können. Für Gegen - und Kopflicht sollten zusätzlich möglichst "Scheunentore" (Klappenvorsätze) oder Tuben vorhanden sein, damit kein Streulicht entsteht, das den Bildkontraste vermindert.Noch besser geeignet sind die heute für die meisten Reflektoren vorhandenen Wabengitter, die mit Öffnung von 3 - 6 - 9 mm. erhältlich sind und auch bei der Hintergrundprojektion sehr von Nutzen sind.

Stimmungsmacher im Studio.

Wenn Sie ein Tonbandgerät haben - setzen Sie es so oft wie möglich, aber dezent in der Lautstärke ein. Musik lockert die Atmosphäre. Bieten Sie einem Hochzeitspaar ein Gläschen Sekt an, einem seriösen Herrn eine Zigarre, dem Geschäftsmann eine Zigarette. Lassen Sie Kinder spielen. Halten Sie Zeitungen und Bücher parat, den gediegenen Sessel nicht zu vergessen für ein Portrait. Bei Passbildern ist dieser jedoch wiederum gefährlich, vorlockt zu bequemem Sitzen - da hilft in vielen Fällen eine unbequeme Kiste.

Ihre Aufgabe ist es in dieser kurzen Zeit vor der Aufnahme und für den Kunden unbemerkt, möglichst viel aus seiner Haltung und seinem Gesicht in Erfahrung zu bringen.

Der Kunde bestimmt das Angebot.

Früher bestimmte der Hersteller oder Verkäufer, wie ein Produkt schaffen war, wieviel es kostete, wie es verkauft wurde. Er konnte sich das leisten, solange seine Artikel begehrt waren.

Heute gibt es ein Überangebot an Waren durch hohe Produktivität. Das verschärft nicht nur den Wettbewerb innerhalb einer Branche, sondern auch den Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Branchen:

Das neue Modell eines Farbfernsehgerätes konkurriert mit dem neuen Automodell, das Portrait vom Fachmann mit der Schallplatte oder der neuen Schuhmode.

Das bedeutet: Das Angebot des Verkäufers muss so verlockend sein, dass es vom Käufer anderen Angeboten vorgezogen wird, es muss sich nach den Wünschen des Kunden richten.

Dies gilt besonders für nicht lebensnotwendige Artikel, wie Luxusartikel, die der Verbraucher von dem "frei verfügbaren" Teil seines Einkommens kauft.

Es liegt auf der Hand: in diesem Bereich werden Dinge gekauft, die Spass bringen, die Genuss verschaffen, die das Prestige des Käufers erhöhen. Die Marketing-Fachleute sprechen vom phsychologischen und sozialen Nutzen, der dem Käufer geboten werden muss.

Für die Gestaltung Ihrer Einrichtung in Empfang und Studio und für die Dekoration Ihres Angebotes ist es nützlich zu wissen, welche Personen an Portraits interessiert sind. Denn der Zuschnitt Ihres Studios sollte sich weitgehend nach diesem Personenkreis richten.

Was will der Verbraucher ?

Um die Wünsche des Verbrauchers zu erkennen, gibt es ein ebenso modernes wie uraltes Mittel : Die Marktforschung. Wir haben eine Untersuchung über "Die Einstellung der Bevölkerung zur Portraitfotografie" machen lassen, auf der auch die Konzeption des Kodak-Portrait Programmes beruht. Denn das Wissen über den Käufer und seine Wünsche gewinnt ständig an Gewicht für unsere geschäftlichen Entscheidungen. Die folgenden Punkte zeigen Ihnen deutlich, in welchem Masse einzelne Bevölkerungsgruppen an Portraits vom Fachmann interessiert sind :

Im Durchschnitt will man sich "demnächst" zu 34% portraitieren lassen.Die jüngeren werden häufiger zu Ihnen kommen: 42% der 16- 19 jährigen. Mit zunehmenden Alter sinkt das Interesse an Portraits auf 34% - bei den 30 - 49 jährigen - und auf 18% bei den 50 bis 60 jährigen. 43% der Amateurfotografen wollen Portraits von sich bzw. ihren Angehörigen beim Fachmann machen lassen. Dieser Kundenkreis ist also überdurchschnittlich an Ihrer Arbeit interessiert. Die gleichen Personen, die gern neue, modische Kleidung kaufen, möchten sich auch portraitieren lassen.

Um Aufnahmestil, Schaufenster und Studioausstattung besonders wirkungsvoll zu gestalten, sollte man sich dem Geschmack dieser "besonders interessierten "Verbraucher anpassen.

Wir kommen Ihnen mit unseren modernen Geräten, Fernsteuerung Kabel oder Funk ab Kamera (damit der Fachmann mit dem Licht effektiv malen kann) sehr entgegen, der erste Mann auf dem Platz zu werden.

Bei einem Produkt-Vergleichstest zwischen farbigen und einem Schwarz-weiss Portrait - bei gleichem Motiv und gleicher Bildgrös- se entschieden sich von den befragten Personen 76% für das farbige / 24% für das Schwarzweisse Portrait wobei angegeben wurde,das farbige koste 50% mehr als das Schwarzweisse Portrait.

53% der Portraitbesitzer bewahren ihre Fotos im Fotoalbum auf.

24% verwenden Sie als Wandschmuck.

9% stellen sie auf den Schreibtisch

8% tragen Fotos in der Brieftasche bei sich.

Rationeller Arbeiten durch Zusammenarbeit mit dem Grosslabor.

Diese Zahlen beweisen: Der Kunde möchte Portraits in Farbe. Zugunsten der Qualität akzeptiert er sogar einen höheren Preis. Diese Einstellung ist Ihr Vorteil, denn mit Zusammenarbeit mit dem Grosslabor, das nach einem Fach-Programm arbeitet, können Sie so günstig kalkulieren, das beide zufrieden sind: Sie und Ihr Kunde.

Ausserdem: Ein Fotograf gehört ins Studio. Je weniger er sich mit anderen Dingen zu befassen hat, desto mehr Zeit bleibt ihm für seine eigentliche Aufgabe. Zeit fürs lebendige Fotografieren. Zeit fürs freie Gestalten.

Eine der lästigen und vor allem teuren Nebenbeschäftigungen entfällt durch die Zusammenarbeit mit einen Fach-Colorgrosslabor: Das Entwickeln, das Abziehen, das Vergrössern im eigenen Labor.

Erfahrungen, die für Sie nützlich sein könnten.

Aufnahme-Serien.

Sie werden es selbst schon festgestellt haben: Aufnahmen sollten möglichst in Serie angeboten werden. Der Kunde sieht sich in verschiedenen Posen, Sie haben eine grosse technische Sicherheit und können Nachbestellungen von mehreren Aufnahmen erwarten. Es ist vorteilhaft, eine Serie für den kleinen Geldbeutel, z.B. mit 3 Aufnahmen, und für den grösseren z.B.mit 5 Aufnahmen anzubieten.

Ihre Aufnahme-Preise sollten die für Farb-Portraitprints in 13 x 18 cm. enthalten.

Vergrösserungen.

Zeigen Sie dem Kunden keine kleineren Kontakte oder Abzüge. Den Wert Ihrer Arbeit wird nicht erkannt, denn der Laie kann sich nicht vorstellen, wie eine gute Vergrösserung aussehen würde.

Ausserdem möchte der Kunde die Aufnahmen sofort mitnehmen.

Portrait - Printformate.

Die Portrait-Printformate 20 x 25 und 28 x 35 runden Ihr Anbebot nach oben ab und bieten eine vorzügliche Möglichkeit, den Umsatz zu steigern. Ihre Kunden verwenden 24% der Portraits als Wandschmuck.

Preisauszeichnung.

Zu einem Angebot gehören in jedem Falle die Preise. Die Auszeichnung sollte klein und elegant sein, dem Wert Ihrer Portraits angemessen. Keinenfalls sollte sie fehlen, denn in ein Geschäft, dessen Preise man nicht kennt, geht man nicht gern. Um es noch einmal zu erwähnen: Ihr Kunde schätzt Farb-Portraits wesentlich teuerer ein, als sie es tatsächlich sind.

Verpackung.

Zeigen Sie Ihren Kunden nicht das blosse Fotopapier. Der Verbraucher zieht sonst Rückschlüsse auf den Preis seiner Amateurfotos. Präsentieren Sie daher Ihre Aufnahmen grundsätzlich in Leporellos Passepartouts oder Rahmen. Diese Verpackung macht Ihre Arbeit wertvoller. Ein gutes Portrait sollte vom Meister unterschrieben werden.

So wirbt man für Portraits.

Portraits sind ein kleiner Luxus, den sich der Verbraucher gern leistet, wenn er entsprechend motiviert wird. Luxus wird in steigendem Masse gekauft, das beweist z.B.der Absatz von HiFi-Radio-anlagen, Langspielplatten und der modischen Kleidung. Der Käufer wird durch zugkräftige Werbung, effektvolle Schaufensterdekorationen und eine schmeichelhafte Geschäftsausstattung davon überzeugt, wie begehrenswert diese Produkte sind.

Dekoration.

Ihr wichtigstes Werbemittel ist Ihr Schaufenster. Es sollte durch Dekorationshilfen den Blick des Passanten festhalten, Informationen über Ihr Angebot liefern und zum Betreten des Geschäftes verlocken. Stellen Sie aus, was Sie am liebsten verkaufen: Farbige Portraits in geschmackvollen Rahmen.

Geben Sie Informationen über Ihr Angebot: Serien, Formate, Lieferzeit und Preise.

Präsentieren Sie gut gelungene Beispiele, die Sie mit jedem Kunden wiederholen können. Beschriftungen und Preisschilder sollten elegant im Stil sein.

Vermeiden Sie unbedingt den Anschein des extra billigen Sonderangebotes. Es passt nicht zu einem Luxusartikel: Bieten Sie einen Sonder-Service, aber keinen Sonderpreis.

Insgesammt sollte Ihr Schaufenster einen leicht exclusiven, vor allem aber modern und gut gestalteten Eindruck auf den Käufer machen. Die Kosten für einen geschickten Dekorateur lohnen sich immer. Wechseln Sie Ihre Dekoration häufiger. Nichts ist langweiliger, als Werbung, die man zu lange sieht.

Ausstattung.

Die Ausstattung Ihrer Geschäftsräume oder Empfangsräume und des Studios sollten Sie dem Geschmack des Käufers anpassen. Schaffen Sie eine zwanglose Stimmung, nicht zuletzt mit dezenter Musik. Das lockert beim Fotografieren und schafft die Voraussetzung für einen grosszügigen Kauf.

In Ihrem Verkaufsraum sollten Sie Ihr Angebot am besten an einer dunkelfarbigen Wand präsentieren. Das macht Ihr Verkaufsgespräch anschaulicher und verlockender. Zeigen Sie keine Schwarzweiss Fotos, wenn Sie Farb-Portraits verkaufen wollen.

Kleinere Studios sollten nie weiss gestrichen sein, ein neutrales Grau eignet sich hier ausgezeichnet, um das Licht absolut im Griff zu haben, und damit keine unerwünschten Aufhellungen, respektive ein flacheres Licht als gewünscht und geführt, durch seitliche Abstrahlungen zu erhalten.

Beratung.

Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrem Kunden zu sprechen, ihn in Ruhe zu beraten, Überzeugen Sie ihn von der Idee des Portraits als Wandschmuck.

Bekanntheit erhöhen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Name bekannt wird. Versuchen Sie Aufnahmen von Persönlichkeiten Ihres Ortes zu machen. Solche Aufnahmen wirken gut in Ihrem Schaufenster. Vielleicht ist Ihre Hausbank bereit, gute Portraits von Ihnen (möglichst von bekannten Leuten) in der Schalterhalle auszustellen ? Möbelgeschäfte sind oft um gute Bilder verlegen. Wenn Ihr Name angegeben wird, könnte es sich lohnen, Portraits zur Verfügung zu stellen.

Schlussbemerkung.

Wir hoffen,dass Ihnen diese kleinen Typs wertvolle Anregungen gegeben hat, und dass sie ein wenig dazu beitragen konnten, Sie von den Vorteilen der farbigen Portrait-Fotografie zu überzeugen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

BISCHOF - STUDIOLICHT

mailto:info@bischof-studiolicht.ch

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