Portrait
Autor : E.Bischof
Die Portraitfotografie heute - Neue Perspektiven.
Die Portraitfotografie ist heute interessenter denn je. Wir unter-
scheiden jedoch klar zwischen Passbildherstellern + Portraitisten.
Während die ersten allgemein klagen, das Geschäft sei rückläufig,
jeder Drogerist, jedes Kaufhaus und die Automaten seien eine grosse
Konkurenz, machen gute Portraitisten zur Zeit ein blühendes Geschäft.
Das wird jedem sofort klar, wenn man die Bilder der beiden Gruppen
betrachtet. Es gibt wirklich Fotografen, die knapp die Qualität der
Automaten erreichen.
Es gibt hervorragende technische Möglichkeiten, farbige Portraits
zu erschwinglichen Preisen herzustellen. Ein perfektes Programm, das
reibungslos arbeitet, wenn wenige Voraussetzungen erfüllt sind.
Mit diesem Programm kann der Fachmann durch individuelle Gestaltung
ein hohes Niveau erreichen, ohne für breite Käuferschichten
uninteressant zu werden.
Farb-Portraits haben in den Augen des Verbrauchers einen sehr
viel höheren Wert als schwarz-weisse. Ein Vergleichstest hat
ergeben, dass 76 % der befragten Personen das Farb-Portrait bevorzugen.
Bieten Sie in Ihrem Studio das lebendige Farb-Portrait an.
Rentabilität - und wie man Sie steigern kann.
Sie wissen, die Kosten für die Laborarbeit im eigenen Haus steigen
ständig. Das gilt auch für schwarz-weiss, ganz besonders aber für
die arbeitsintensiven Color-Handvergrösserungen. Damit Ihr Gewinn
gesichert ist bleiben Ihnen zwei Möglichkeiten :
Preiserhöhung oder Rationalisierung.
Eine Preiserhöhung lässt sich erfahrungsgemäss sehr schwer durch
setzen. Um die Steigerung Ihrer Kosten auszugleichen, müssten Sie
wahrscheinlich jährlich Ihre Preise um ca.10 % anheben. Im Durchschnitt
steigen die Preise aller Waren aber nur um jährlich 3 bis
6% Mit der Zeit würden also Ihre Portaits unverhältnissmässig
teuer. Und es wären nur noch wenige Leute bereit, sich bei Ihnen
fotografieren zu lassen.
Durch Rationalisierung können Sie die Steigerung Ihrer Kosten
wesentlich sinnvoller ausgleichen. Rationalisierung aber bedeutet
heute weitgehend Automation. Automation, wie sie von Color-Gross-
Labors eingesetzt wird. Diese automatischen Einrichtungen erfordern
sehr hohe Investitionen. Sie haben eine erstaunliche Leistungs
fähigkeit und garantieren eine äusserst gleichmässige Qualität.
Rationalisierung heisst daher für Sie: Zusammenarbeit mit einem
guten Color-Grosslabor, dass sich im Besonderen für Fachfotografen
spezialisiert. Diese Konsequenz ist der Ausgangspunkt für die
Entwicklung eines Portraitsprogrammes. Sie lassen in Ihrem Color -
Grosslabor hochwertige Farb - Portraits anfertigen und können nach
einer Übergangszeit (die aus Kostengründen möglichst kurz sein
sollte) auch Ihr Schwarz-weiss - Labor auf ein Minimum verkleinern.
Neue Aufnahmetechniken, die das Portrait interessanter machen.
Kosmetik
Sie wissen ja, Retouchen stellen schon bei Schwarz-weiss wegen
ihres zeitlichen Aufwandes einen erheblichen Kostenfaktor dar.
Bei Farbaufnahmen würden Sie den Einsatz von Planfilmen und damit
die Handausarbeitung der Vergrösserungen erforderlich machen, was
die Kosten und damit den Verkaufspreis auf das mehrfache des Portrait
- Print - Preises steigen liesse.
Viel einfacher und wesentlich effektvoller ist richtiges
schminken vor der Aufnahme.
Jeder Kunde ist bereit, seine Schönheit zu unterstreichen, wenn er
sich fotografieren lässt. Wenn nicht, sagen Sie Ihm:
Für Fotomodelle und Politiker vor der Fernsehkamera ist es schon
immer üblich, sich zu pudern oder zu schminken. Mit dieser Erklärung
lässt sich sogar ein konservativer Kunde dazu bewegen, die
Glanzstellen auf Stirn und Nase ein wenig mildern zu lassen, damit
er auf dem Portrait besser aussieht. Nach einiger Zeit wird das
Ihrem Portraitkunden so geläufig sein wie die Tatsache, dass man
beim Friseur den Hut absetzt.
Das Schminken vor der Aufnahme ist eine schnelle Sache, wenn
Hilfsmittel im Studio oder möglichst in einem Vorraum -
(damit gleichzeitig geschminkt und fotografiert werden kann)
bereit hat:
Ein kleiner Tisch, Spiegel und gute Beleuchtung.
Stoff- oder Zellstofftupfer zur Einmalbenutzung.
Max Factor Creme Puff Powder Nr. 4 (Puder für helle Haut)
Max Factor Creme Puff Powder Nr.12 (Puder für mittlere Haut)
Max Factor Creme Puff Powder Nr. 5 (Puder für dunkle Haut)
Max Factor Creme Puff Powder Nr.11 (neutral, farblos)
Max Factor Erace-Stift "Fair" (Abdeckstift für Hautflecken)
Abschmink-Creme oder -Lotion (zum Entfernen des Puders bei
empfindlicher Haut.)
Für das Abdecken von Hautflecken ist die Farbe "Fair" (hell)
am besten geeignet. Dann wählen Sie den zum Hautton passenden Puder
und tragen ihn gleichmässig mit einem Tupfer auf das Gesicht
auf (nicht reiben) je nach Ebenheit des Gesichtes stärker oder
schwächer und achten auf einen unauffälligen Übergang zu Hals
und Haaransatz.
Das ist schon alles. Schminken dauert nicht länger als 2 - 3 Min.
Benutzen Sie bitte keine Produkte mit optischen Aufhellern.
Schminke und Puder, Haarlack mit optischen Aufhellern können die
Farbe auf dem Foto stark verändern.
Die von uns angegebenen Produkte sind von uns getestet worden und
haben sich als geeignet erwiesen.
Lidschatten, Lippenstift usw. bleiben selbstverständlich nur
Sache des Kunden.
Geben Sie Ihrem Kunden die Möglichkeit, alle Puderreste nach der
Aufnahme zu entfernen.
Halten Sie Abschminktücher und -Lotion dafür bereit.
Beleuchtung - Warum Studioblitzlicht ?
Für Farb-Portrait-Aufnahmen hat eine Studioblitzanlage einzigartige
Vorteile:
Sie haben bei hoher Blitzleistung ein blendfreies Einstellicht
mit geringer Wärmeentfaltung - der Gesichtsausdruck des Kunden
bleibt entspannt.
Wenig Einstellicht bedeutet: grosse Pupille im Auge
(ergibt freundliches Auge.)
viel Einstellicht bedeutet: kleine Pupille im Auge
(ergibt stechenden Blick.)
Die richtige Leuchtzeit der Blitzröhre ist kurz genug, um
Bewegungsunschärfe auszuschliessen und lange genug, um den Ultrakurz -
zeiteffekt zu verhindern.
Unsere Abbrennzeit der Blitzröhre - ist im Gegensatz zu vielen
Blitzgeräteherstellern - konstant bei der Leistungsregulierung
von Minimal bis zur Maximalenergieeinstellung. Das bedeutet dass
für die Praxis:
bei sehr schwierigen Farbtönungen wie zum Beispiel Eichenholz,
Gold, Silber bei Sachaufnahmen, ebenso beim Portrait die richtige
Hautwiedergabe absolut problemlos zu erreichen ist.
Die Farbtemparatur stimmt mit der des Tageslichtes überein.
Die Tageslicht-Farbfilme sind alle für eine Idealbelichtungszeit
von 1/125 bis 1/250 Sek.aufgebaut, und ergeben nur in diesem
Bereich äusserst genaue Farbwiedergabe.
Die Farbtemparatur bleibt für Dias bei der Alterung der Röhre
bis 20.000 Blitze konstant.
Eine einheitliche Beleuchtung bei allen Fotografen ermöglicht
eine rationelle und hochwertige Arbeit auch im Color-Grosslabor.
Ultraviolettes Licht - wie kann man es verhindern ?
Blitzlicht strahlt normalerweise ultraviolettes Licht ab. Dieses
UV - Licht wird von den sogenannten "optischen Aufhellern", die sich
in vielen Stoffen, Schminken, Haartönern usw. befinden, als blaues
Licht reflektiert. Das Auge registriert es in vielen Fällen als
weiss (daher Aufheller) der Farbfilm aber als blau. Auch im Haar
oder auf glänzender Haut kann diese Erscheinung auftreten und
einzelne Teile des Bildes bläulich färben, während andere neutral
erscheinen.
Bei modernen Studioblitzanlagen ist daher die Blitzröhre mit einer
Goldbedampfung versehen (schlecht, es gibt bis heute keine
Bedampfungsart - die die Lebensdauer der Blitzröhre erreicht) oder
die Pyrexhaube und der Reflektor mit einer Titan - Dioxid Beschichtung
so beschaffen, dass kein störendes UV-Licht abgestrahlt wird.
Sollten Sie bei Ihrem Blitzgerät UV-Strahlung feststellen, so können
Sie es durch Vorsatz eines Kodak CP 2 B Filters vor die
Blitzleuchte verhindern. Vor der Kameraoptik ist der Filter
wirkungslos, weil das UV-Licht durch die optischen Aufheller zu blauem
Licht wird. Und blaues Licht wird vom Filter durchgelassen.
Und der Beleuchtungskontrast ?
Farbaufnahmematerial ist auf eine bestimmte Gradation festgelegt,
damit eine optimale Farbwiedergabe erreicht wird. Der Beleuchtungs -
kontrast einer Aufnahme muss daher auf die Gradation des
Films abgestimmt werden. Prinzipiell können Sie Ihre Beleuchtung
einrichten wie bei Schwarz-weiss-Aufnahmen. Der Kontrast zwischen
Lichtern und Schatten von 3:1 sollte aber nicht überschritten
den, wenn volle Durchzeichnung erwünscht ist. Das entspricht einem
Unterschiede von 1 1/2 Blendenstufen.
Verwenden von Requisiten - Hintergründe
Hintergrundkarton bildet eine grosse gleichmässige Fläche für
die Aufnahme der ganzen Figur ohne Horizont - Linie. Und es gibt
ihn in vielen verschiedenen Farben.
Aber wählen Sie keine zu kräftigen Farben wie gelb, rot oder grün.
Zu Hauttönen und Kleidung passen besser gebrochene Farben. Richten
Sie sich nach dem Geschmack ihrer Kunden und nach den Modefarben.
Gemalte Hintergründe können Sie sehr leicht selbst herstellen :
Auf der Wand Ihres Ateliers oder auf einer Holzplatte, die Sie auf
einem fahrbaren Gestell befestigen und zweiseitig benutzen können.
Zur Bemalung nehmen Sie am besten Dispersions-Abtö,nfarben (ohne
optische Aufheller), die Sie in jedem Farbladen erhalten. Wählen
Sie gebrochene Farben, mischen Sie mit grau, damit der Hintergrund
dezent bleibt. Tragen Sie die Farbe am besten mit einem grossen
Pinsel auf, tupfend oder kreisend. Scharfe Konturen können Sie mit
einem nassen Tuch mildern (wichtig für kleine Ateliers).
Noch schneller und einfacher können Sie eine Platte mit Dekorations
farbe (matt) in Sprühdosen gestalten. Durch das Spritzen werden
die Konturen unscharf. Neue Möglichkeiten der Hintergrundgestaltung
bieten ausserdem Aluminiumfolien ( Vorsicht - erzeugt UV- )
Kunststofffolien und Wandverkleidungen. Aber auch die gute alte
Bücherwand oder Holzvertäfelungen sind nach wie vor reizvoll.
Aufhell- und Abschirmwände erfüllen wichtige Aufgaben im Studio.
Sie sollten möglichst fahrbar sein.
Eine Aufhellwand sollte mit normalem weissem Leinenstoff oder mit
Styropor (reflektiert schwach und weich) - oder mit Aluminiumfolie
- (reflektiert stark und hart) beschichtet sein. Sie sollte
etwa 1,80 m.hoch sein, damit sie auch als Aufhellung für eine
ganze Figur dienen kann. Abschirmwände sollten schwarz sein und
werden eingesetzt, um das Gegenlicht vom Objektiv abzuschirmen
und Licht gezielt am Objekt einsetzen zu können. Für Gegen - und
Kopflicht sollten zusätzlich möglichst "Scheunentore" (Klappenvorsätze)
oder Tuben vorhanden sein, damit kein Streulicht entsteht,
das den Bildkontraste vermindert.Noch besser geeignet sind die
heute für die meisten Reflektoren vorhandenen Wabengitter, die
mit Öffnung von 3 - 6 - 9 mm. erhältlich sind und auch bei der
Hintergrundprojektion sehr von Nutzen sind.
Stimmungsmacher im Studio.
Wenn Sie ein Tonbandgerät haben - setzen Sie es so oft wie möglich,
aber dezent in der Lautstärke ein. Musik lockert die Atmosphäre.
Bieten Sie einem Hochzeitspaar ein Gläschen Sekt an, einem
seriösen Herrn eine Zigarre, dem Geschäftsmann eine Zigarette.
Lassen Sie Kinder spielen. Halten Sie Zeitungen und Bücher parat,
den gediegenen Sessel nicht zu vergessen für ein Portrait. Bei
Passbildern ist dieser jedoch wiederum gefährlich, vorlockt zu
bequemem Sitzen - da hilft in vielen Fällen eine unbequeme Kiste.
Ihre Aufgabe ist es in dieser kurzen Zeit vor der Aufnahme und
für den Kunden unbemerkt, möglichst viel aus seiner Haltung und
seinem Gesicht in Erfahrung zu bringen.
Der Kunde bestimmt das Angebot.
Früher bestimmte der Hersteller oder Verkäufer, wie ein Produkt
schaffen war, wieviel es kostete, wie es verkauft wurde. Er konnte
sich das leisten, solange seine Artikel begehrt waren.
Heute gibt es ein Überangebot an Waren durch hohe Produktivität.
Das verschärft nicht nur den Wettbewerb innerhalb einer Branche,
sondern auch den Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Branchen:
Das neue Modell eines Farbfernsehgerätes konkurriert mit dem neuen
Automodell, das Portrait vom Fachmann mit der Schallplatte oder
der neuen Schuhmode.
Das bedeutet: Das Angebot des Verkäufers muss so verlockend sein,
dass es vom Käufer anderen Angeboten vorgezogen wird, es muss sich
nach den Wünschen des Kunden richten.
Dies gilt besonders für nicht lebensnotwendige Artikel, wie
Luxusartikel, die der Verbraucher von dem "frei verfügbaren" Teil
seines Einkommens kauft.
Es liegt auf der Hand: in diesem Bereich werden Dinge gekauft, die
Spass bringen, die Genuss verschaffen, die das Prestige des Käufers
erhöhen. Die Marketing-Fachleute sprechen vom phsychologischen
und sozialen Nutzen, der dem Käufer geboten werden muss.
Für die Gestaltung Ihrer Einrichtung in Empfang und Studio und
für die Dekoration Ihres Angebotes ist es nützlich zu wissen,
welche Personen an Portraits interessiert sind. Denn der Zuschnitt
Ihres Studios sollte sich weitgehend nach diesem Personenkreis
richten.
Was will der Verbraucher ?
Um die Wünsche des Verbrauchers zu erkennen, gibt es ein ebenso
modernes wie uraltes Mittel : Die Marktforschung.
Wir haben eine Untersuchung über "Die Einstellung der Bevölkerung
zur Portraitfotografie" machen lassen, auf der auch die Konzeption
des Kodak-Portrait Programmes beruht. Denn das Wissen über
den Käufer und seine Wünsche gewinnt ständig an Gewicht für unsere
geschäftlichen Entscheidungen.
Die folgenden Punkte zeigen Ihnen deutlich, in welchem Masse einzelne
Bevölkerungsgruppen an Portraits vom Fachmann interessiert sind :
Im Durchschnitt will man sich "demnächst" zu 34% portraitieren
lassen.Die jüngeren werden häufiger zu Ihnen kommen: 42% der 16-
19 jährigen. Mit zunehmenden Alter sinkt das Interesse an Portraits
auf 34% - bei den 30 - 49 jährigen - und auf 18% bei den 50 bis
60 jährigen.
43% der Amateurfotografen wollen Portraits von sich bzw. ihren
Angehörigen beim Fachmann machen lassen. Dieser Kundenkreis ist
also überdurchschnittlich an Ihrer Arbeit interessiert.
Die gleichen Personen, die gern neue, modische Kleidung kaufen,
möchten sich auch portraitieren lassen.
Um Aufnahmestil, Schaufenster und Studioausstattung besonders
wirkungsvoll zu gestalten, sollte man sich dem Geschmack dieser
"besonders interessierten "Verbraucher anpassen.
Wir kommen Ihnen mit unseren modernen Geräten, Fernsteuerung Kabel
oder Funk ab Kamera (damit der Fachmann mit dem Licht effektiv
malen kann) sehr entgegen, der erste Mann auf dem Platz zu werden.
Bei einem Produkt-Vergleichstest zwischen farbigen und einem
Schwarz-weiss Portrait - bei gleichem Motiv und gleicher Bildgrös-
se entschieden sich von den befragten Personen 76% für das
farbige / 24% für das Schwarzweisse Portrait wobei angegeben
wurde,das farbige koste 50% mehr als das Schwarzweisse Portrait.
53% der Portraitbesitzer bewahren ihre Fotos im Fotoalbum auf.
24% verwenden Sie als Wandschmuck.
9% stellen sie auf den Schreibtisch
8% tragen Fotos in der Brieftasche bei sich.
Rationeller Arbeiten durch Zusammenarbeit mit dem Grosslabor.
Diese Zahlen beweisen: Der Kunde möchte Portraits in Farbe.
Zugunsten der Qualität akzeptiert er sogar einen höheren Preis.
Diese Einstellung ist Ihr Vorteil, denn mit Zusammenarbeit mit dem
Grosslabor, das nach einem Fach-Programm arbeitet, können Sie so
günstig kalkulieren, das beide zufrieden sind: Sie und Ihr Kunde.
Ausserdem: Ein Fotograf gehört ins Studio. Je weniger er sich mit
anderen Dingen zu befassen hat, desto mehr Zeit bleibt ihm für
seine eigentliche Aufgabe. Zeit fürs lebendige Fotografieren.
Zeit fürs freie Gestalten.
Eine der lästigen und vor allem teuren Nebenbeschäftigungen
entfällt durch die Zusammenarbeit mit einen Fach-Colorgrosslabor:
Das Entwickeln, das Abziehen, das Vergrössern im eigenen Labor.
Erfahrungen, die für Sie nützlich sein könnten.
Aufnahme-Serien.
Sie werden es selbst schon festgestellt haben: Aufnahmen sollten
möglichst in Serie angeboten werden. Der Kunde sieht sich in
verschiedenen Posen, Sie haben eine grosse technische Sicherheit und
können Nachbestellungen von mehreren Aufnahmen erwarten. Es ist
vorteilhaft, eine Serie für den kleinen Geldbeutel, z.B. mit 3
Aufnahmen, und für den grösseren z.B.mit 5 Aufnahmen anzubieten.
Ihre Aufnahme-Preise sollten die für Farb-Portraitprints in
13 x 18 cm. enthalten.
Vergrösserungen.
Zeigen Sie dem Kunden keine kleineren Kontakte oder Abzüge. Den
Wert Ihrer Arbeit wird nicht erkannt, denn der Laie kann sich
nicht vorstellen, wie eine gute Vergrösserung aussehen würde.
Ausserdem möchte der Kunde die Aufnahmen sofort mitnehmen.
Portrait - Printformate.
Die Portrait-Printformate 20 x 25 und 28 x 35 runden Ihr Anbebot
nach oben ab und bieten eine vorzügliche Möglichkeit, den Umsatz
zu steigern.
Ihre Kunden verwenden 24% der Portraits als Wandschmuck.
Preisauszeichnung.
Zu einem Angebot gehören in jedem Falle die Preise. Die
Auszeichnung sollte klein und elegant sein, dem Wert Ihrer Portraits
angemessen. Keinenfalls sollte sie fehlen, denn in ein Geschäft, dessen
Preise man nicht kennt, geht man nicht gern.
Um es noch einmal zu erwähnen: Ihr Kunde schätzt Farb-Portraits
wesentlich teuerer ein, als sie es tatsächlich sind.
Verpackung.
Zeigen Sie Ihren Kunden nicht das blosse Fotopapier. Der Verbraucher
zieht sonst Rückschlüsse auf den Preis seiner Amateurfotos.
Präsentieren Sie daher Ihre Aufnahmen grundsätzlich in Leporellos
Passepartouts oder Rahmen. Diese Verpackung macht Ihre Arbeit
wertvoller. Ein gutes Portrait sollte vom Meister unterschrieben
werden.
So wirbt man für Portraits.
Portraits sind ein kleiner Luxus, den sich der Verbraucher gern
leistet, wenn er entsprechend motiviert wird. Luxus wird in steigendem
Masse gekauft, das beweist z.B.der Absatz von HiFi-Radio-anlagen,
Langspielplatten und der modischen Kleidung. Der Käufer
wird durch zugkräftige Werbung, effektvolle Schaufensterdekorationen
und eine schmeichelhafte Geschäftsausstattung davon überzeugt,
wie begehrenswert diese Produkte sind.
Dekoration.
Ihr wichtigstes Werbemittel ist Ihr Schaufenster. Es sollte durch
Dekorationshilfen den Blick des Passanten festhalten, Informationen
über Ihr Angebot liefern und zum Betreten des Geschäftes
verlocken. Stellen Sie aus, was Sie am liebsten verkaufen: Farbige
Portraits in geschmackvollen Rahmen.
Geben Sie Informationen über Ihr Angebot: Serien, Formate,
Lieferzeit und Preise.
Präsentieren Sie gut gelungene Beispiele, die Sie mit jedem Kunden
wiederholen können. Beschriftungen und Preisschilder sollten elegant
im Stil sein.
Vermeiden Sie unbedingt den Anschein des extra billigen
Sonderangebotes. Es passt nicht zu einem Luxusartikel: Bieten Sie einen
Sonder-Service, aber keinen Sonderpreis.
Insgesammt sollte Ihr Schaufenster einen leicht exclusiven, vor
allem aber modern und gut gestalteten Eindruck auf den Käufer machen.
Die Kosten für einen geschickten Dekorateur lohnen sich immer.
Wechseln Sie Ihre Dekoration häufiger. Nichts ist langweiliger,
als Werbung, die man zu lange sieht.
Ausstattung.
Die Ausstattung Ihrer Geschäftsräume oder Empfangsräume und des
Studios sollten Sie dem Geschmack des Käufers anpassen. Schaffen
Sie eine zwanglose Stimmung, nicht zuletzt mit dezenter Musik. Das
lockert beim Fotografieren und schafft die Voraussetzung für einen
grosszügigen Kauf.
In Ihrem Verkaufsraum sollten Sie Ihr Angebot am besten an einer
dunkelfarbigen Wand präsentieren. Das macht Ihr Verkaufsgespräch
anschaulicher und verlockender. Zeigen Sie keine Schwarzweiss Fotos,
wenn Sie Farb-Portraits verkaufen wollen.
Kleinere Studios sollten nie weiss gestrichen sein, ein neutrales
Grau eignet sich hier ausgezeichnet, um das Licht absolut im Griff
zu haben, und damit keine unerwünschten Aufhellungen, respektive
ein flacheres Licht als gewünscht und geführt, durch seitliche
Abstrahlungen zu erhalten.
Beratung.
Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrem Kunden zu sprechen, ihn in Ruhe zu
beraten, Überzeugen Sie ihn von der Idee des Portraits als
Wandschmuck.
Bekanntheit erhöhen.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Name bekannt wird. Versuchen Sie
Aufnahmen von Persönlichkeiten Ihres Ortes zu machen. Solche Aufnahmen
wirken gut in Ihrem Schaufenster. Vielleicht ist Ihre Hausbank
bereit, gute Portraits von Ihnen (möglichst von bekannten
Leuten) in der Schalterhalle auszustellen ? Möbelgeschäfte sind
oft um gute Bilder verlegen. Wenn Ihr Name angegeben wird, könnte
es sich lohnen, Portraits zur Verfügung zu stellen.
Schlussbemerkung.
Wir hoffen,dass Ihnen diese kleinen Typs wertvolle Anregungen
gegeben hat, und dass sie ein wenig dazu beitragen konnten, Sie von
den Vorteilen der farbigen Portrait-Fotografie zu überzeugen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
BISCHOF - STUDIOLICHT
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